O’zapft is

Servus,

strategisch unclever, aber wenn ich schon mal dabei bin, dann schreibe ich halt 2 Blogeinträge an einem Tag. Wenn’s schon mal was zu berichten gibt …

O’zapft is … ja eigentlich schon lange. Kurz nach Weihnachten haben wir ja alle Fässer gecheckt und das Ergebnis hier publiziert (siehe unten). Wie zu diesem Zeitpunkt angekündigt, wollten wir das Stöffsche noch etwas reifen lassen  – oder wie der Kelterer sagt: “Auf der Hefe stehen lassen”.

Gestern war es dann soweit: Wir haben den Wein “von der Hefe gezogen”. Im Laufe des bisherigen Prozesses hat sich die Hefe am Boden des Gärfasses abgesetzt. Nun haben wir den Äppler oberhalb der Hefe umgefüllt (mit Hilfe eines Schlauches abgezogen) ohne dabei die Hefe aufzuwirbeln. Ziel ist es den aktuellen Reife-Stand  festzuhalten, wobei sich das Stöffchen trotzdem noch weiterentwicklen wird (denn so 100% klappt das mit dem hefefreien Abzug nicht ;-) )

Der Reifeprozess seit Weihnachten tat dem Äppler nochmal richtig gut. Riecht gut, sieht gut aus, schmeckt gut - was will man mehr? Und zwar alle 3 Fässer! Wir haben die Fässer #2  und #1 (beide mit Quitte ohne Zusatz)  verschnitten, was im Ergebnis nochmal überzeugender ist. Fass #3 (keine Quitte, dafür Hefe zugesetzt) kann da nicht mithalten, ist aber trotzdem gut genießbar.

Am kommenden Mittwoch ist ‘Äppelwoi-Anstich’ beim OGV NieHö. Zitat “Alle Hobbykelterer – die ihren Apfelwein präsentieren wollen – melden sich bitte bei dem Vorsitzenden [...]“.
Das werden wir natürlich machen … und das Ergebnis dieser ersten öffentlichen Verkostung wird hier publiziert.

Bis dahin … anbei Fotos vom Abzug.

Abzug

Proben vom Abzug

Größenwahn

Ein frohes, neues Jahr allen treuen Blog-Lesern!

Ein neues Jahr ist angebrochen, und somit im Geiste auch ein neues Aeppler-Jahr. Wer nun meint, es sei ja noch Zeit – Apfelernte ist schließlich erst im Herbst – hat weit gefehlt. Das Aeppler-Jahr steckt voller Ereignisse:

  • Zunächst muss ja mal der 2009-er-Jahrgang ‘zu Ende’ gebracht werden (siehe dazu nachfolgenden Blog-Eintrag)
  • Dann gilt es auch dieses Jahr im Wettbewerb um die Äpplerkönigskrone anzutreten, und (natürlich) zu gewinnen. Wäre ja mal Zeit … alle guten Dinge sind 3 … heißt es …
  • Und dann muss Vorsorge getroffen werden, dass es im Herbst auch Äpfel zu ernten gibt.

Der letzte Punkt hat uns ja in den vergangenen Jahren immer sehr beschäftigt, und zwar hauptsächlich im September. Wie ist die allgemeine Apfellage, bei wem kann man Äpfel bekommen, welche Sorten sind das wohl, wird die Menge ausreichend sein, usw. … viele dieser Fragen haben uns im September bewegt.

Nachdem sich die Apfelkelterei für uns von einem einmaligen Gag zu einem spannenden Hobby entwickelt hat, haben wir uns Ende letzten Jahres überlegt, ob man nicht ein paar Apfelbäume irgendwo pachten könnte. Lange Rede, kurzer Sinn: Man kann.

Eher durch Zufall sind wir im WehWehWeh auf eine Anzeige gestoßen, die ein Apfelgrundstück zur Pacht anbot. Also haben wir mal ne Email hingeschickt, ohne all zu große Erwartungen. Das Grundstück erweist sich als recht groß, also haben wir uns erstmal mit KaWu beratschlagt. Und nun sind wir zu viert Pächter einer Obstwiese in NieHö.

Genau gesagt sind es 2 Obstwiesen, die sehr dicht beieinander gelegen sind. Beide Grundstücke haben 18 Apfelbäume, so dass wir nun 36 Apfelbäume haben, um die Apfelversorgung sicherzustellen.

Das Aeppler-Jahr geht also nun im Februar los, mit dem Schnitt der Bäume. Die weitere Pflege wird uns dann immer wieder beschäftigen, bis wir dann im Herbst erstmalig Äppler mit Äpfeln aus eigenem Anbau herstellen können. Das wird wahrlich ein weiterer Meilenstein … aber bis dahin folgen noch ein paar Blog-Einträge, mit reichlich Einladungen zur körperlichen Ertüchtigung auf der Obstwiese ;-)

Anbei 2 Winterimpressionen von Anfang Januar:

Obstwiese 1

Obstwiese 2

Nordic Rollator

Hejsan,

wer im Oktober beim Keltern lang genug dabei war, wurde noch Zeuge eines historischen Moments:

Nach reichlich (oder zumindest ausreichend) Stöffsche wurde sich noch über sportliche Aktivitäten ausgetauscht. Immer wieder gern gehört werden dabei Augenzeugenberichte über Nordic Walker, bei denen der tatsächliche Einsatz des Sportgeräts zum … äh … Schmunzeln führt. Und so äußerte ich (TH) mich auch bei dieser Gelegenheit nicht nur postiv über die nordische Sportart.

Allerdings befand sich in besagter Runde ein überzeugter Nordic Walker. Au weia … das Wortgefecht war schnell entbrannt, ein Wort ergab das andere, und so nahm das Schicksal seinen Lauf. Die Diskussion kulminierte schließlich in meiner Behauptung “Bevor ich mit Stöcken durch’s Gelände renne, nehme ich eher  den Rollator!”

Wie es dann zu der Wette kam, weiß ich schon nicht mehr. Aber fest steht, dass wir noch ein Rennen vereinbart haben: Rollator Walking vs. Nordic Walking, auf einer noch festzulegenden Strecke/ Distanz irgendwo ‘rund um NieHö’.

Die ganze Sache schien fast vergessen, bis uns dieser Tage eine Nachricht erreichte: “Wir haben einen Rollator!”.
Oh jee … jetzt gibt es keine Ausreden mehr, bisher hatten wir nämlich gar keinen Rollator. Aber jetzt muss ich wohl ran.

Wann/ Wo/ Wie?
Noch keine Ahnung … aber ihr werdet es erfahren … stay tuned.

Issa Fettisch?

Hallo,

kurz vor Weihnachten stellte sich gehäuft die Frage, ob der Apfelwein wohl fertig sei (oder hessisch kurz: “Issa fettisch?”).

Kurz nach Weihnachten haben wir es verprobt: Ja – fertig!

Wir haben alle drei großen (50L) Fässer der Reihe nach geöffnet und probiert. Wir, das sind – wie eigentlich jedes Jahr – EA-r-TH und Matze & Brita, letztere als objektive Geschmackskontrolleure.

Fass #2: Ihr erinnert euch (?), hier haben wir den Apfelsaft mit Quitte versetzt, und zwar fachmännisch per Augenmaß ;-) . Im ‘Testdrive’ (November) schmeckte des Stöffsche schon nicht schlecht. Jetzt ist der Äppler aber noch deutlich weiter gereift, und hat deutlich an Geschmack gewonnen. ‘Des Stöffsche’ ist akzeptabel sauer, mit leichter Kohlensäure. Die Farbe ist schön gold-gelb und sehr klar, der Geruch weist keine Fehler auf. Es war ein deutliches Strahlen auf den Gesichtern der Probennehmern zu sehen :-)

Fass #3: Ihr erinnert euch (??), hier haben wir dem Apfelsaft keine Quitte zugegeben, sondern Reinzuchthefen. Das passierte auf Anraten eines Lebensmittelchemikers unseres Bekanntenkreises und muss als Experiment betrachtet werden. Das Ergebnis wurde mit Skepsis verprobt, und kann – soviel sei gleich gesagt – nicht an Fass #2 heranreichen.  Farblich gelber und trüber, geschmacklich und olfaktorisch ins Süßliche gehend. Das (vernichtende?) Urteil: Kann man trinken.

Fass #1: Ihr erinnert euch (???), hier handelt es sich um unser Sorgenkind. Angesetzt wie Fass #2, aber aus irgendeinem Grund wollte der Gärprozess nicht starten. Also haben wir mit dem Fass gesprochen, wärmende Decken um das Fass gelegt, und grundsätzlich für gutes Karma gesorgt. Schließlich ging das Blubbern los, und wir ließen den Dingen ihren Lauf. Das Ergebnis kann dennoch nicht begeistern: Die Farbe ist wieder gold-gelb und relativ klar, doch beim Geruch zögert der Probant. Geschmacklich akzeptabel erinnert dieser Äppler uns an die ersten (enttäuschenden) Proben des Vorjahres.

Fazit: Fass #2 ist klarer Königsanwärter. Sehr gut!
Fässer #3 und #1 kann man trinken, aber Begeisterung wird keine erzeugt.
Für alle drei Fässer haben wir beschlossen sie noch NICHT von der Hefe zu ziehen, sondern sie noch bis Mitte Januar stehen u lassen. Fass #2 wird dann ‘unbehandelt’ ab-/umgefüllt. Mit Fass #3 und #1 werden wir weiter experimentieren, indem wir sie solange mischen, bis wir glücklich sind. Wie heisst so schön: Unter ständigem Umrühren in den Ausguss gießen? … Nein, so schlecht sind sie nun auch wieder nicht! :-)

Bei der nächsten Probe gibt’s auch wieder Fotos! Bis dahin ….

[Edit: Fassnummern berichtigt ;-) ]

No News

Irgendwie erwartet man ja schon, dass ein Blog regelmäßig News zu bieten hat.
Der Apfelwein-Prozess ist diesbezüglich also eher ungeeignet …
Daher zur Abwechslung mal ganz was anderes – in 3 Teilen:

Teil 1: Tafel

Eine viel gestellte Frage soll hier nun final beantwortet werden:
Wo habt ihr eigentlich die Presse her, und was hat sie gekostet?

Die Presse stammt von einem Kollegen. Seine Eltern hatten die Presse schon genutzt, genauso wie er selbst auch. Seit einigen Jahren steht die Presse jedoch still, aus dem einfachen Grund, dass mangels Konsum kein Apfelwein mehr hergestellt wird.

Als der Kollege nun von unseren Aktivitäten erfuhr, hat er uns die Presse angeboten.
Einzige Bedingung: Sie darf nicht zum Schmuckstück verkommen, sondern soll genutzt werden. Tja, genau das war unser Ziel … und so fand (nach kurzem Zögern unsererseits wegen der Dimensionen) die Presse den Weg zu uns.

Und? Was hat es gekostet?
Zitat: “Wenn ihr unbedingt Geld ausgeben wollt, so spendet es für gute Zwecke.”

Diese Idee fanden wir großartig – doch an welche der vielen Organisationen gibt man sein Geld?
Durch Lokalpresse und Webrecherche sind wir schließlich auf die “Tafel Schwalbach” gestoßen.
Es ist weder sarkastisch noch zynisch gemeint, doch wir fanden den Bezug von Lebensmittel (Apfelwein) zu Lebensmittel (Tafel) sehr passend, und so war es getan.

Im Ernst: Der Ansatz der Tafel, scheinbar wertlose Lebensmittel an Bedürftige weiterzugeben, findet unsere volle Unterstützung. Wer sich also vor Weihnachten noch berufen fühlt – das Spendenkonto findet ihr hier: http://www.tafel-schwalbach.de

Teil 2: Blog

Wie sind wir eigentlich auf diese Form des Bloggens gestoßen? Warum gerade WordPress als Plattform?
Die Antwort ist ganz einfach: Abgekupfert.

Es gibt nur einige wenige Blogs die ich verfolge, und dazu gehört der von DJ Lenin.
Kurzweilige Gedanken aus dem täglichen Leben des Bloggers die man einfach nur konsumieren kann.

Manchmal kommt sogar Apfelwein drin vor.

Have fun: http://www.djlenin.de/blog

Teil 3: Äppler

Und was macht eigentlich der Äppler?
Er reift – mehr gibt es nicht zu sagen. Mitte Dezember wird er einer erneuten Probe unterzogen – vorher passiert nix mehr. Bis dahin.

Testdrive

Nachdem des Stöffsche nun schon seit 4 Wochen im Keller reift, ist es an der Zeit mal nach dem Rechten zu sehen.
Natürlich haben wir in den vergangenen Wochen die Fässer nicht einfach sich selbst überlassen. Täglich wurde der Wasserstand in den Gärfässern kontrolliert, um sicher zu stellen, dass keine Luft ins Fass gelangt. Außerdem haben wir die Temperatur im Keller überprüft, und hier gingen die Sorgen schon los …

Was ist eigentlich die richtige Temperatur im Apfelweinkeller?
EINERSEITS heisst es, eine Temperatur von 14-20°C sei richtig. ANDERESEITS lese ich von kalter Gärung, wobei die Temperaturen deutlich niedriger sind. Wr haben also beschlossen, dass eine Temperatur von 14°-17°C ein guter Richtwert sind, was bedeutet, dass wir während des Kälteeinbruchs im Oktober den Raum heizen mussten … eine nicht so leichte Übung wenn man keine Heizung im Keller hat. Gut dass wir aus den Tagen, als hier im Keller noch die Band geprobt hat, noch die mobile Heizung haben. So konnten wir den Raum wohl temperieren.

Zwei der drei 50L Fässer (Nummer 2+3) haben auch prompt angefangen zu gären. Nur das dritte Fass (Nummer 1)wollte nicht richtig. ‘Angärschwierigkeiten’ nennt man das wohl. Also haben wir das ‘Problemfass’ extra dicht an die Heizung herangerückt und nachts in eine Isomatte eingepackt. Mittlerweile blubbert auch dieses Fass brav vor sich hin … in der Isomatte bleibt es trotzdem.

Heute war es also nun endlich soweit, dass wir mal checken wollten, was bisher so passiert ist. Also haben wir die zwei ‘Durchstarter’ (Nummer 2+3) geöffnet und Proben entnommen. Das Fass #2 enthält den ‘reinen Saft’, mit Quitte versetzt. Fass #3 enthält keine Quitte, allerdings hatten wir hier Reinzuchthefe dazu gegeben. Das Testergbenis:

Fass #2 (Quitte) hat den gewohnten ‘Gärgeruch’: Man weiss nicht so Recht, ob man die Brühe wirklich trinken soll. Wir haben es getan, und es schmeckt (ebenso gewohnt) sauer. Wir konnten keinen Fehlgeschmack erkennen. Die Oechslemessung ergab einen Wert von nahezu 0, d.h. fast der gesamte Zucker ist bereits umgewandelt  - ‘des Stöffsche’ ist also auf einem guten Weg.
Fass #3 (Reinzuchthefe)  ist ganz anders: Der Geruch ist süßlich und hat so gar nichts von dem Gärgeruch von Fass #2. Auch geschmacklich ist Fass #3 deutlich milder und süßer. Die Oechslemessung ergab einen Wert von 18, d.h. hier ist noch mehr Restsüße im Saft, welche noch abgebaut werden muss.

Fazit: Die gezogenen Proben stimmen uns optimistisch hinsichtlich der zu erwartenden Qualität.
More news to come …

... lecker, lecker, lecker, lecker ;-)

Fass 3 (Reinzuchthefe)

Im Apfelweinkeller

Der gepresste Saft ist nun im Apfelweinkeller (fka Waschküche) eingelagert. Wir haben drei 50L Fässer und noch 2 kleine 15L Fässer zum späteren auffüllen der großen Fässer. (Bei KaWu stehen auch noch ca. 60 L.)
2x50L (und KaWu’s Fässer) sind mit Quitte versetzt. Das ergibt hoffentlich einen klaren Aeppler mit feinem Geschmack. Das dritte 50L Fass haben wir mit Reinzuchthefe versetzt, oder wie der Traditionalist sagen würde: “verschandelt”. Nachdem wir letztes Jahr die eine oder andere Diskussion zum Pro/Contra zusätzlicher Hefen geführt hatten, gilt das alte Motto “Versuch macht kluch”.

Also nochmal kurz zum (erwarteten) Ablauf im Zeitraffer:

  • Stürmische Gärung – setzt bereits ein.
    Die Hefen im Saft fangen an den Zucker in Alkohol und Kohlensäure zu teilen. Es wird (hoffentlich) wie wild blubbern.
  • Nach der stürmischen Gärung (max. 14 Tage) lassen wir den Saft weiter auf der Hefe stehen.
    Das ist das korrekte Vorgehen bei der so genannten ‘hessischen Tradition’. Lt. Literatur wird insbesondere im süddeutschen Raum bereits jetzt ein Abzug von der Hefe gemacht. Aber wie gesagt, wir lassen alles weiter ‘arbeiten’, und überprüfen nur regelmäßig, ob noch alles in Ordnung ist.
  • Nach ca. 8-10 Wochen (also ca. kurz vor Weihnachten) sollte des Stöffche dann fertig sein.
  • Ebenfalls lt. Literatur tut man gut auch den Jahreswechsel noch abzuwarten, bevor man den Aeppler von der Hefe zieht.
  • Im Januar wird also der Aeppler von der Hefe getrennt und möglichst optimal gelagert.
  • Bis zum  nächsten Apfelfest muss der Aeppler getrunken werden :-)

Wie erwähnt wird jetzt erstmal der Zucker in Alkohol und Kohlensäure zersetzt. Die interessante Frage ist also: Wieviel Zucker ist denn drin im Saft? Mit Hilfe der Oechslewaage kommen wir auf einen (temperaturbereinigten) Oechslewert von ca. 50. Super, ich weiß schon was ihr sagen werdet: Na und???

 Das Lehrbuch sagt ‘Oechsle / 8 = Alkohol’, also 50/8 = 6,25% erwarteter Alkoholgehalt.

Und weiter geht’s im Chemiebaukasten: Wichtig für die Beurteilung des Reifevorgangs ist der Säuregehalt. Man muss (… naja …) man möchte über den sich verändernden Säuregehlt den richtigen Zeitpunkt des Abzugs von der Hefe bestimmen.
Den Säuregehalt bestimmt man mittels Blaulauge: Man schüttet so lange blaue Lauge in eine Aeppler-Probe, bis die Farbe von gelb auf grün umschwenkt. Dann liest man auf der Messskala den Säurewert ab. Wir liegen bei 8,4 g/L  – das ist eher wenig. Aber es ist auch ungenau gemessen ;-)

Fazit: Der Aeppler ist angesetzt, hat sein sicheres Plätzchen im Keller gefunden, und hat ganz gute ‘Blutwerte’.
More news to come …

Apfelfest 2009

Am Samstag war es dann endlich soweit: Apfelfest 2009.
Aber vor das Feiern hat der Herr die Arbeit gesetzt … der Herr vom Obst- und Gartenbauverein, um genau zu sein.
Um die Versorgung mit ausreichend Äpfeln sicherzustellen mussten wir mit anpacken: Nochmal Äpfel lesen war angesagt. Wir haben uns um 8:30 getroffen und sind raus auf die Streuobstwiese gefahren. Dort haben Sina, Gabi, Wusel und unsereiner ca. 200 kg Äpfel gelesen. Im Anschluss haben wir beim Vereinsvorsitzenden nochmals ca. 200 kg abgeholt. Ohne Äpfel wäre es aber etwas langweilig geworden …

Um 14:00 ist es dann soweit: Apfelfest!
Die Presse wird mit Hilfe der starken Männer fertig zusammengesetzt. Die Äpfel werden sortiert, die Obstmühle wird angeworfen, und – um Markus zu zitieren - ”der Prozess ist am laufen”. 

To make a long story short: Um ca. 18:00 war alles erledigt … sensationell früh, wenn man es mit den Nachtschichten der letzten Jahre vergleicht. Somit hat sich die neue Presse als 100% Erfolg herausgestellt. Auch die Saftausbeute kann sich sehen lassen. 250+L haben wir gewonnen. Einiges davon wurde direkt verkostet, der Rest wird nun in KaWu’s und unserem Keller zu Apfelwein heranreifen.

Und was es dann zu berichten gibt, erfahrt ihr demnächst hier an dieser Stelle.
Bis denne…

Warten auf die Presse

Maschinen

So langsam muss die Obstpresse in Form gebracht werden … nur noch ein paar Tage bis das Apfelfest stattfindet, und somit die Presse zum Einsatz kommt.

Am Anfang steht das Putzen – 3 Jahre wurde die Presse wohl nicht genutzt, da muss alles mal gecheckt werden. Gibt es Rost? Ist das Gewinde ausreichend gefettet? Ist das Holz noch solide? Läuft die Mechanik noch reibungslos? Also alles mal in die Sonne packen, abspülen, waschen, fetten. usw usw.

Herbstputz

Wenigstens scheint die Sonne ...

Schließlich haben wir die Presse mal zusammengesetzt um die volle Dimension zu erleben. Wow! Da passen schon ein paar Äpfel rein.
Testaufbau

V= (D/2)^2 * pi * H = ca. 600L

Und auf die Gewindestange muss dann die Mechanik. Die Mechanik besteht aus einer Art ‘Ratsche’ und einem ‘Doppel-T-Träger’. Diese Mechanik drückt dann die Bretter kräftig nach unten. Aber erst mal muss sie nach oben. Ouch! Die ist sau schwer! Mit 2 Mann tut’s immer noch weh. Au weia – ich bin ja mal gespannt wie wir das schwere Teil auf das Gewinde kriegen. Und vor allem muss es erst noch ‘wie geschmiert’ laufen – im Augenblick ziert sich das Teil noch ein bißchen.
Mechanik

Schwer und unbeweglich

Mit der Feuerwehr

Wenn es um Äpfel geht scheuen wir ja (fast) keine Mühen:
Am Sonntag ging es nach WI-Erbenheim zum Äpfel ernten. Eigentlich soll man ja ernten wenn sich die Äpfel abschütteln lassen … eigentlich. Hier haben wir gepflückt … von ganz oben, mit Leiter und Pflückhilfe.

Unser Auto ist ja ne fahrende Turnhalle, aber die Leiter wollte dann doch nicht rein. Also drauf. Sieht witzig aus … es fehlt nur noch das Blaulicht:

Feuerwehr
Feuerwehr

Im Ergebnis hat diese Aktion ca. 1 Sack Äpfel gebracht. Mit Hilfe eines Sortenbestimmungsbuches (“Farbatlas Alte Obstsorten”) glauben wir, dass es eine dieser 3 Sorten ist: “Gravensteiner”, “Schöner aus Nordhausen” oder  ”Weisser Matapfel”. Alle drei sind zum Keltern geeignet, aber zu letzterem gab es noch ein schönes Zitat: (E.Lucas, 1854) “Die berühmten Frankfurter Apfelweine werden größtentheils von diesem Apfel bereitet. ”

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